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Holzhandwerk – spezialisiert auf Tischler/in

Dein Berichtsheft für
Tischler/in.

Werkstücke planen, zuschneiden, fräsen und montieren, Oberflächen behandeln, Möbel und Innenausbau fertigen – zwischen Werkstatt und Montage bleibt wenig Zeit fürs Berichtsheft. AzubiBericht erstellt dir ein prüfungssicheres Berichtsheft als Tischler/in in wenigen Minuten.

Tischlerarbeiten sauber dokumentieren

AzubiBericht übersetzt deine Tätigkeiten bei Fertigung, Montage und Oberflächenbehandlung in saubere, prüfungssichere Berichte – ohne Word- oder Excel-Chaos.

IHK-konforme Inhalte

Wir orientieren uns an typischen Tätigkeiten als Tischler/in wie Materialauswahl, Zuschnitt, Maschinenarbeit, Montage sowie Oberflächenbehandlung und Endkontrolle. Deine Einsätze werden passend formuliert.

Strukturierte PDFs

Wochenübersicht, Seitenzahlen, Unterschriftsfelder – alles automatisch sauber aufgebaut und ausbildungsgeeignet.

Ideal für Rückstände

Wenn du mehrere Wochen nachtragen musst, unterstützt dich der Generator beim strukturierten Aufholen – ohne Copy-Paste.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Tischler/in

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Werkstücke nach Zeichnung angerissen und auf Format zugeschnitten.

Kanten bearbeitet, Oberflächen geschliffen und für Lackierung vorbereitet.

Möbelkomponenten montiert und Passgenauigkeit geprüft.

Aufmaß auf der Baustelle genommen und Montageplanung abgestimmt.

Ausbildung Tischler/in: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3 Jahre

Zuständige Stelle

die Handwerkskammer

Ausbildungsordnung

Tischler-Ausbildungsverordnung vom 25. Januar 2006, BGBl. I S. 245; seither unverändert

Tischler ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nr. 27 der Handwerksordnung. Zuständig ist allein die Handwerkskammer, und die Prüfung heißt durchgehend Gesellenprüfung. Wer im Internet Ratgeber zum „IHK-Berichtsheft“ liest, liest über eine andere Kammer.

Geprüft wird nicht gestreckt. Die Zwischenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und erstreckt sich auf die ersten 18 Monate: eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, in höchstens sechs Stunden, darin ein Fachgespräch von höchstens zehn Minuten, dazu schriftliche Aufgaben mit Bezug zur Arbeitsaufgabe in höchstens 150 Minuten. In das Ergebnis der Gesellenprüfung geht sie nicht ein – die Teilnahme ist aber Zulassungsvoraussetzung.

Die Gesellenprüfung hat einen praktischen und einen schriftlichen Teil. Praktisch sind es zwei Arbeitsaufgaben, die je 50 Prozent des praktischen Teils zählen: Arbeitsaufgabe I in höchstens sieben Stunden, etwa das Herstellen eines Erzeugnisses aus unterschiedlichen Materialien oder das Einbauen und Montieren von Erzeugnissen, und Arbeitsaufgabe II als Kundenauftrag in höchstens 100 Stunden, mit betriebsüblichen Unterlagen dokumentiert und einem Fachgespräch von höchstens 30 Minuten.

Wichtig für die Planung: Für Arbeitsaufgabe II ist dem Prüfungsausschuss vorher ein fertigungsreifer Entwurf zur Genehmigung vorzulegen, und der betriebliche Bereich, in dem überwiegend ausgebildet wurde, ist zu berücksichtigen. Das Gesellenstück entsteht also nicht spontan, sondern aus dem, was dein Betrieb tatsächlich macht – und was in deinem Berichtsheft steht.

Der schriftliche Teil hat vier Prüfungsbereiche: Gestaltung und Konstruktion in 120 Minuten mit 30 Prozent, Planung und Fertigung in 120 Minuten mit 30 Prozent, Montage und Service in 60 Minuten mit 20 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde in 60 Minuten mit 20 Prozent. Diese Prozentzahlen gelten ausdrücklich nur innerhalb des schriftlichen Teils; ein Gewichtungsverhältnis zwischen praktischem und schriftlichem Teil nennt die Verordnung nicht. Bestanden ist, wenn beide Teile für sich mindestens ausreichend sind, drei schriftliche Bereiche mindestens ausreichend sind und weder eine Arbeitsaufgabe noch der vierte Bereich ungenügend ist.

Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen kennt die Verordnung nicht: Tischler ist ein Monoberuf. Die einzige Differenzierung entsteht über den betrieblichen Bereich, in dem du überwiegend gearbeitet hast – und den weist niemand anderes nach als dein Berichtsheft.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Tischler/in abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Werkstoffe, Verbindungen und die erste Maschine

Themenschwerpunkte

  • Be- und Verarbeiten von Holz, Holzwerkstoffen und Halbzeugen, Werkstoffauswahl
  • Anreißen, Messen und Prüfen, Skizzen und Zeichnungen lesen und anfertigen
  • Grundverbindungen herstellen und Werkstücke zu einfachen Erzeugnissen zusammenbauen
  • Werkzeuge, Geräte und Maschinen einrichten, bedienen und instand halten
  • Arbeitsplatz einrichten, sichern und räumen; Sicherheit und Gesundheitsschutz von Anfang an
  • Lernfelder 1 bis 4 mit 320 Stunden: einfache Produkte aus Holz, zusammengesetzte Produkte, Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen, Kleinmöbel

So kann es im Bericht stehen

  • Bauteile auf Maß gesägt, an der Abrichte gefügt und die Winkligkeit mit dem Anschlagwinkel geprüft.
  • Schlitz-und-Zapfen-Verbindung von Hand hergestellt und die Passung vor dem Verleimen kontrolliert.
  • Kreissäge nach Einweisung eingerichtet, Schutzeinrichtungen geprüft und mit Schiebestock gearbeitet.
  • Kleinmöbel nach Zeichnung zusammengebaut und die Diagonalen vor dem Aushärten des Leims gemessen.

2. Ausbildungsjahr

Möbelbau, Oberflächen und die Zwischenprüfung

Themenschwerpunkte

  • Herstellen von Teilen und Zusammenbauen zu Erzeugnissen: Einzelmöbel, Systemmöbel, Einbaumöbel
  • Behandeln und Veredeln von Oberflächen, Furnier-, Kunststoff-, Metall- und Glasverarbeitung
  • Raumbegrenzende Elemente des Innenausbaus herstellen und montieren
  • Gestalten und Konstruieren von Erzeugnissen, rechnergestützte Planung und Fertigungsunterlagen
  • Zwischenprüfung vor dem Ende des Jahres: Kundenauftrag in sechs Stunden plus 150 Minuten schriftlich
  • Lernfelder 5 bis 8 mit 280 Stunden: Einzelmöbel, Systemmöbel, Einbaumöbel, raumbegrenzende Elemente

So kann es im Bericht stehen

  • Korpus für ein Einbaumöbel nach Aufmaß gefertigt und die Passung am Einbauort geprüft.
  • Furnier zusammengesetzt, gepresst und nach dem Schleifen die Fugen kontrolliert.
  • Oberfläche mit Wasserlack gespritzt, Schichtdicke kontrolliert und die Trockenzeiten eingehalten.
  • Beschläge nach Herstellerangabe gebohrt und die Türen auf Fugenbild und Leichtgängigkeit eingestellt.

3. Ausbildungsjahr

Bauelemente, Montage beim Kunden und das Gesellenstück

Themenschwerpunkte

  • Bauelemente des Innenausbaus und baukörperabschließende Bauelemente herstellen und montieren
  • Durchführen von Montage- und Demontagearbeiten beim Kunden und auf der Baustelle
  • Instandhalten und Reparieren von Erzeugnissen, Holzschutzmaßnahmen konstruktiv und chemisch
  • Kundenorientierung und Serviceleistungen, Beratung und Aufmaß
  • Fertigungsreifen Entwurf für Arbeitsaufgabe II erstellen und genehmigen lassen
  • Lernfelder 9 bis 12 mit 280 Stunden: Bauelemente des Innenausbaus, baukörperabschließende Bauelemente, Erzeugnisse warten und instand halten, Arbeitsauftrag aus dem Tätigkeitsfeld

So kann es im Bericht stehen

  • Haustür samt Zarge eingebaut, ausgerichtet, befestigt und die Anschlussfugen abgedichtet.
  • Aufmaß beim Kunden erstellt, Einbausituation fotografiert und die Maße in die Fertigungszeichnung übernommen.
  • Fenster instand gesetzt, den schadhaften Anstrich entfernt und den konstruktiven Holzschutz wiederhergestellt.
  • Fertigungsreifen Entwurf für das Gesellenstück gezeichnet, Materialliste erstellt und die Zeiten kalkuliert.

Beispiel-Wochenberichte Tischler/in

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 15 – 1. Ausbildungsjahr

Bankraum und Maschinensaal
  • Montag: Bauteile für ein Kleinmöbel abgelängt, an der Abrichte gefügt und auf Winkligkeit geprüft.
  • Dienstag: Schlitz-und-Zapfen-Verbindungen von Hand hergestellt und die Passung trocken kontrolliert.
  • Mittwoch: An der Kreissäge eingewiesen worden, Schutzhaube und Spaltkeil geprüft und mit Schiebestock gearbeitet.
  • Donnerstag: Rahmen verleimt, Zwingen gleichmäßig angesetzt und die Diagonalen vor dem Aushärten gemessen.
  • Freitag: Absauganlage gereinigt, Filter kontrolliert und die Wartung in der Maschinenliste eingetragen.

Berufsschule: Lernfeld 2 Zusammengesetzte Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen herstellen, Holzfeuchte und Schwinden.

Woche 27 – 2. Ausbildungsjahr

Möbelfertigung und Oberfläche
  • Montag: Korpusteile für ein Einbaumöbel auf der Plattensäge zugeschnitten und mit Kantenband versehen.
  • Dienstag: Bohrbilder für Beschläge nach Herstellerangabe gesetzt und an einem Probestück kontrolliert.
  • Mittwoch: Furnierfläche zusammengesetzt, gepresst und nach dem Schleifen die Fugen beurteilt.
  • Donnerstag: Oberfläche mit Wasserlack gespritzt, Zwischenschliff gemacht und die Trockenzeit eingehalten.
  • Freitag: Türen eingestellt, Fugenbild kontrolliert und die Leichtgängigkeit der Scharniere geprüft.

Berufsschule: Lernfeld 7 Einbaumöbel herstellen und montieren, Oberflächenbehandlung und Beschlagtechnik.

Woche 18 – 3. Ausbildungsjahr

Montage beim Kunden und Gesellenstück
  • Montag: Aufmaß für eine Innentürenanlage beim Kunden erstellt und die Einbausituation dokumentiert.
  • Dienstag: Zargen gesetzt, mit dem Laser ausgerichtet und hinterfüllt; Fugenbreiten kontrolliert.
  • Mittwoch: Türblätter eingehängt, eingestellt und die Funktion der Schlösser geprüft.
  • Donnerstag: Fertigungsreifen Entwurf für Arbeitsaufgabe II gezeichnet und die Materialliste erstellt.
  • Freitag: Kalkulation für das Gesellenstück aufgestellt und die geplanten Stunden gegen die 100 Stunden Prüfungszeit gestellt.

Berufsschule: Lernfeld 10 Baukörper abschließende Bauelemente herstellen und montieren, Kalkulation und Kundenberatung.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Tischler/in

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Tischlerinnen und Tischler besonders oft auf.

„In der Werkstatt gearbeitet“

Fünf Tage in einem Satz, der nichts zeigt. Nenne Werkstück, Werkstoff, Verbindungsart, Maschine und Prüfmittel. „Rahmen aus Eiche mit Schlitz und Zapfen hergestellt, Passung trocken kontrolliert, Diagonalen vor dem Verleimen gemessen“ ist derselbe Tag, aber ein Nachweis.

Falsche Kammer, falsches Muster

Tischler ist Handwerk nach Anlage A Nr. 27 HwO; zuständig ist die Handwerkskammer, nicht die IHK. Merkblätter, Vordrucke und Fristen unterscheiden sich. Hol dir das Muster deiner Kammer, bevor du ein Jahr im falschen Format schreibst.

Montage und Service kommen nie vor

Montage und Service ist ein eigener schriftlicher Prüfungsbereich, und Arbeitsaufgabe I kann ausdrücklich das Einbauen und Montieren von Erzeugnissen sein. Ein Heft, in dem nur Werkstatt vorkommt, zeigt die halbe Ausbildung – und dem Betrieb, dass ein Teil des Ausbildungsplans offen ist.

Das Gesellenstück zu spät gedacht

Arbeitsaufgabe II umfasst bis zu 100 Stunden, braucht einen vorher genehmigten fertigungsreifen Entwurf und soll zum betrieblichen Bereich passen, in dem du überwiegend ausgebildet wurdest. Wer sein Heft über drei Jahre geführt hat, kann diesen Bezug belegen; wer es nachschreibt, muss ihn behaupten.

Oberflächen ohne Verfahren

„Lackiert“ sagt weder, womit noch wie. Schreib Produktart, Auftragsverfahren, Schichtaufbau, Zwischenschliff und Trockenzeiten. Genau daran erkennt der Prüfungsausschuss, dass du das Verfahren beherrschst und nicht nur die Pistole gehalten hast.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Zur Gesellenprüfung zugelassen wird nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 HwO nur, wer den Ausbildungsnachweis geführt und vorgelegt hat; bei einer gestreckten Gesellenprüfung entscheidet die Kammer nach § 36a HwO über Teil 1 und Teil 2 getrennt, der Nachweis zählt also schon für Teil 1. Für Handwerksberufe verdrängt die Handwerksordnung dabei die §§ 27 bis 49 BBiG (§ 3 Abs. 3 BBiG) – § 43 BBiG, den viele Ratgeber nennen, gilt hier nicht. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Handwerkskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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Der billigste Einstieg ist der teuerste Weg

Deine Ausbildung dauert keinen Monat, sondern drei Jahre. Und so lange brauchst du das Berichtsheft auch. Dieselbe Zeit, drei Wege:

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