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Kaufmännische Ausbildung – spezialisiert auf Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Dein Berichtsheft für
Kaufmann/-frau im Einzelhandel.

Kunden beraten, Ware verräumen, Bestellungen annehmen, Kasse bedienen – der Alltag im Markt ist voll. AzubiBericht dokumentiert deine Ausbildungswochen als Kaufmann/-frau im Einzelhandel IHK-konform in wenigen Minuten.

Weniger Schreibstress, mehr Fokus auf deine Ausbildung

AzubiBericht übersetzt deinen Ausbildungsalltag in saubere, prüfungssichere Berichte – ohne Word- oder Excel-Chaos.

IHK-konforme Inhalte

Wir orientieren uns an offiziellen Rahmenlehrplänen für kaufmännische Berufe. Deine Tätigkeiten werden passend formuliert.

Strukturierte PDFs

Wochenübersicht, Seitenzahlen, Unterschriftsfelder – alles automatisch sauber aufgebaut und ausbildungsgeeignet.

Ideal für Rückstände

Wenn du mehrere Wochen nachtragen musst, unterstützt dich der Generator beim strukturierten Aufholen – ohne Copy-Paste.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Warenannahme inklusive Lieferscheinabgleich und MHD-Kontrolle durchgeführt.

Regalpflege und Warenpräsentation nach Aktionsvorgaben umgesetzt.

Kassiervorgänge abgewickelt und Tagesabschluss vorbereitet.

Kunden zu Sortiment, Alternativartikeln und Reklamationsabläufen beraten.

Ausbildung Kaufmann/-frau im Einzelhandel: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3 Jahre

Zuständige Stelle

die Industrie- und Handelskammer, in einem Handwerksbetrieb die Handwerkskammer

Ausbildungsordnung

Verkäufer- und Einzelhandelskaufleuteausbildungsverordnung vom 13. März 2017, BGBl. I S. 458, in Kraft seit 1. August 2017

Die Verordnung regelt zwei Berufe gemeinsam: den zweijährigen Verkäufer und die dreijährigen Kaufleute im Einzelhandel. 2017 kam die gestreckte Abschlussprüfung, dazu ein neues System aus Wahlqualifikationen, unter anderem mit dem damals neu aufgenommenen Onlinehandel.

Teil 1 findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und deckt die ersten 24 Monate ab. Er hat drei schriftliche Bereiche: Verkauf und Werbemaßnahmen in 90 Minuten mit 15 Prozent, Warenwirtschaft und Kalkulation in 60 Minuten mit 10 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde in 60 Minuten mit 10 Prozent. Zusammen also 35 Prozent. Wer vorher den Verkäuferabschluss gemacht hat, bekommt diese drei Bereiche als Teil 1 angerechnet.

Teil 2 besteht aus zwei Bereichen: „Geschäftsprozesse im Einzelhandel“ schriftlich in 120 Minuten mit 25 Prozent, wobei der Aufgabenstellung mindestens zwei der Gebiete Einkauf, Sortimentsgestaltung, logistische Prozesse oder Verkauf zugrunde liegen, und das „Fachgespräch in der Wahlqualifikation“ mit 40 Prozent – höchstens 20 Minuten, mit 15 Minuten Vorbereitungszeit.

Beide Bereiche von Teil 2 sind Sperrfächer: Bestanden ist nur, wer im Gesamtergebnis, in „Geschäftsprozesse im Einzelhandel“ und im Fachgespräch jeweils mindestens ausreichend ist. Eine mündliche Ergänzungsprüfung von etwa 15 Minuten ist nur in „Geschäftsprozesse im Einzelhandel“ möglich.

Und jetzt der Satz, der dieses Berichtsheft von einer Formalie zu einem Prüfungsvorteil macht: Der Prüfungsausschuss stellt zwei praxisbezogene Aufgaben aus einer deiner Wahlqualifikationen zur Wahl – und weiterer Inhalt des Fachgesprächs ist nach der Verordnung der im Betrieb vermittelte und im Ausbildungsnachweis dokumentierte Warenbereich. Dein Heft ist hier also nicht nur Zulassungsvoraussetzung, sondern Prüfungsstoff. Was darin steht, kann gefragt werden; was nicht darin steht, kann dir auch nicht helfen.

Gewählt werden insgesamt vier Wahlqualifikationen: eine aus einer Gruppe von vier mit einem Richtwert von 12 Wochen, dazu drei aus einer Gruppe von acht mit je 13 Wochen, darunter mindestens eine aus den ersten drei. Welche vier im Vertrag stehen, bestimmt, worüber im Fachgespräch mit 40 Prozent gesprochen wird.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Eine aus vier Wahlqualifikationen mit je 12 Wochen: Sicherstellung der Warenpräsenz, Beratung von Kunden, Kassensystemdaten und Kundenservice, Werbung und Verkaufsförderung
  • Dazu drei aus acht mit je 13 Wochen, mindestens eine aus den ersten drei
  • Beratung von Kunden in komplexen Situationen, Beschaffung von Waren, Warenbestandssteuerung
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Marketingmaßnahmen
  • Onlinehandel
  • Mitarbeiterführung und -entwicklung
  • Vorbereitung unternehmerischer Selbständigkeit

Schreib im Berichtsheft mit, welcher Schwerpunkt in deinem Betrieb gilt. Der Prüfungsausschuss liest die Einträge vor diesem Hintergrund.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Kaufmann/-frau im Einzelhandel abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Fläche, Kasse, Präsentation und die ersten Verkaufsgespräche

Themenschwerpunkte

  • Waren- und Dienstleistungsangebot des Ausbildungsbetriebes, Sortimentsaufbau
  • Verkaufen von Waren: Kontakt, Bedarf, Vorlage, Abschluss, Zusatzverkauf
  • Servicebereich Kasse: Zahlungsarten, Bonierung, Kassiervorschriften, Differenzen
  • Warenpräsentation und Werbemaßnahmen, Preisauszeichnung, Aktionsflächen
  • Warenannahme und -lagerung, Bestandskontrolle, Arbeitsschutz auf der Fläche
  • Lernfelder 1 bis 5 mit 320 Stunden: Unternehmen repräsentieren, Verkaufsgespräche führen, Kasse, Waren präsentieren, Werben

So kann es im Bericht stehen

  • Lieferung angenommen, Stückzahlen gegen den Lieferschein geprüft und eine Fehlmenge gemeldet.
  • Verkaufsgespräch geführt, den Bedarf ermittelt und zwei Artikel mit Preisunterschied gegenübergestellt.
  • Kasse bedient, Karten- und Barzahlung abgewickelt und den Kassenbon ordnungsgemäß ausgestellt.
  • Aktionsfläche nach Platzierungsvorgabe aufgebaut und die Preisschilder auf Richtigkeit geprüft.

2. Ausbildungsjahr

Beschaffung, Kalkulation, besondere Verkaufssituationen – und Teil 1

Themenschwerpunkte

  • Waren beschaffen: Bezugsquellen, Bestellmengen, Liefer- und Zahlungsbedingungen
  • Waren annehmen, lagern und pflegen, Warenbestandskontrolle und Inventur
  • Preiskalkulation: Einkaufspreis, Handelsspanne, Verkaufspreis, preispolitische Maßnahmen
  • Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren, Umsatz- und Abschriftenauswertung
  • Besondere Verkaufssituationen bewältigen: Reklamation, Umtausch, schwierige Gespräche
  • Lernfelder 6 bis 10 mit 280 Stunden; am Ende des Jahres Teil 1 mit 35 Prozent

So kann es im Bericht stehen

  • Bestellvorschlag aus dem Warenwirtschaftssystem geprüft und die Mengen an den erwarteten Absatz angepasst.
  • Verkaufspreis eines Aktionsartikels aus Einkaufspreis und vorgegebener Handelsspanne berechnet.
  • Reklamation aufgenommen, den Kaufbeleg geprüft und die Lösung mit der Abteilungsleitung abgestimmt.
  • Inventur im eigenen Zählbereich durchgeführt, Differenzen aufgenommen und im System korrigiert.

3. Ausbildungsjahr

Steuern, Marketing, Personal – und das Fachgespräch mit 40 Prozent

Themenschwerpunkte

  • Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern, Kennzahlen des Einzelhandels lesen
  • Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden, Kundenbindungsinstrumente bewerten
  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen, Einsatzplanung und Einarbeitung
  • Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln, Standort und Wettbewerb
  • Die vier Wahlqualifikationen des Vertrages vertiefen und den eigenen Warenbereich dokumentieren
  • Lernfelder 11 bis 14 mit 280 Stunden

So kann es im Bericht stehen

  • Abteilungskennzahlen ausgewertet und die Abweichung bei der Handelsspanne begründet.
  • Aktionswoche geplant, die Flächenbelegung festgelegt und den Abverkauf danach ausgewertet.
  • Einsatzplan für eine Woche erstellt und die Besetzung an die Kundenfrequenz angepasst.
  • Neue Kollegin an der Kasse eingearbeitet und die Einarbeitungsschritte dokumentiert.

Beispiel-Wochenberichte Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 10 – 1. Ausbildungsjahr

Verkaufsfläche und Kasse
  • Montag: Lieferung angenommen, 28 Kartons gegen den Lieferschein geprüft und eine Fehlmenge gemeldet.
  • Dienstag: Regale nach Platzierungsplan aufgefüllt und die Ware nach Mindesthaltbarkeitsdatum vorgezogen.
  • Mittwoch: Verkaufsgespräche geführt, Schwerpunkt Bedarfsermittlung vor der Artikelempfehlung.
  • Donnerstag: An der Kasse gearbeitet, Kartenzahlung abgewickelt und die Rückgeldübergabe geübt.
  • Freitag: Aktionsfläche zum Wochenthema aufgebaut und die Preisschilder auf Richtigkeit geprüft.

Berufsschule: Lernfeld 2 Verkaufsgespräche kundenorientiert führen, Lernfeld 4 Waren präsentieren.

Woche 25 – 2. Ausbildungsjahr

Warenwirtschaft und Kalkulation
  • Montag: Bestellvorschlag geprüft und zwei Mengen nach oben korrigiert, weil die Vorwoche ausverkauft war.
  • Dienstag: Verkaufspreise für drei Aktionsartikel aus Einkaufspreis und Handelsspanne berechnet und gegengeprüft.
  • Mittwoch: Reklamation eines Elektrogeräts aufgenommen, den Kaufbeleg geprüft und an den Service übergeben.
  • Donnerstag: Inventur im Zählbereich Haushaltswaren durchgeführt und eine Differenz von sieben Stück korrigiert.
  • Freitag: Teil 1 vorbereitet: Kalkulationsaufgaben und Fragen zu Werbemaßnahmen wiederholt.

Berufsschule: Lernfeld 6 Waren beschaffen, Lernfeld 9 Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen.

Woche 19 – 3. Ausbildungsjahr

Abteilungssteuerung und Wahlqualifikation
  • Montag: Abteilungskennzahlen ausgewertet und die Abweichung bei der Handelsspanne begründet.
  • Dienstag: Aktionswoche geplant, Flächenbelegung festgelegt und die Warenmengen bestellt.
  • Mittwoch: Einsatzplan für die Folgewoche erstellt und die Besetzung an die Kundenfrequenz angepasst.
  • Donnerstag: Warenbereich der eigenen Wahlqualifikation aufgenommen: Sortimentstiefe, Lieferanten, Saisonverlauf.
  • Freitag: Fachgespräch geübt: eine Aufgabe aus der Wahlqualifikation in 15 Minuten vorbereitet und vorgetragen.

Berufsschule: Lernfeld 11 Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern, Lernfeld 12 Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Kaufleute im Einzelhandel besonders oft auf.

Der Warenbereich fehlt im Heft

Die Verordnung macht den im Betrieb vermittelten und im Ausbildungsnachweis dokumentierten Warenbereich zum Inhalt des Fachgesprächs, und das Fachgespräch zählt 40 Prozent. Schreib also mit, welche Warengruppen du betreut hast: Sortimentstiefe, Lieferanten, Saisonverlauf, typische Kundenfragen. Kein anderer Eintrag zahlt sich so direkt aus.

Nur Kasse und Regalpflege

Drei Jahre Kassieren und Auffüllen sind kein Nachweis über acht Berufsbildpositionen. Beschaffung, Warenbestandskontrolle, Kalkulation, Werbemaßnahmen und Einzelhandelsprozesse stehen ebenfalls im Ausbildungsrahmenplan. Was im Heft fehlt, fehlt auf dem Papier auch in der Ausbildung.

Die vier Wahlqualifikationen nicht auseinandergehalten

Eine aus vier mit 12 Wochen, drei aus acht mit je 13 Wochen – zusammen über ein Jahr Ausbildungszeit. Notiere zu jeder, in welchen Wochen du darin gearbeitet hast. Der Prüfungsausschuss stellt zwei Aufgaben aus einer davon zur Wahl; wer alle vier im Heft belegt hat, kann sich die passende nehmen.

Zahlen ohne Bezug

„Inventur gemacht“ sagt weniger als „Zählbereich Haushaltswaren gezählt, Differenz von sieben Stück aufgenommen und im System korrigiert“. Nenne Bereich, Menge und was mit dem Ergebnis passiert ist – das ist derselbe Aufwand und ein anderer Nachweis.

Teil 1 als Zwischenprüfung missverstanden

Teil 1 am Ende des zweiten Jahres ist keine Standortbestimmung, sondern 35 Prozent der Endnote. Drei schriftliche Bereiche, alle aus den ersten 24 Monaten. Wer sein Heft bis dahin geführt hat, hat den Stoff geordnet vorliegen; wer es nachschreibt, lernt zweimal.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG ist zur Abschlussprüfung außerdem nur zuzulassen, wer ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise über den Ausbildenden vorgelegt hat. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Industrie- und Handelskammer, in einem Handwerksbetrieb die Handwerkskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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Der billigste Einstieg ist der teuerste Weg

Deine Ausbildung dauert keinen Monat, sondern drei Jahre. Und so lange brauchst du das Berichtsheft auch. Dieselbe Zeit, drei Wege:

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