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Elektro- und Automatisierungstechnik – spezialisiert auf Elektroniker/in

Dein Berichtsheft für
Elektroniker/in.

Schaltpläne lesen, Leitungen verlegen, Verteiler aufbauen, Anlagen prüfen – zwischen Baustelle, Werkstatt und Kundenservice bleibt wenig Zeit fürs Berichtsheft. AzubiBericht erstellt dir ein prüfungssicheres Berichtsheft als Elektroniker/in in wenigen Minuten.

Elektriker-Alltag sauber dokumentieren

AzubiBericht übersetzt deine Tätigkeiten in Installation, Fehlersuche und Wartung in saubere, prüfungssichere Berichte – ohne Word- oder Excel-Chaos.

IHK-konforme Inhalte

Wir orientieren uns an typischen Tätigkeiten in Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung elektrischer Anlagen. Deine Einsätze werden passend formuliert.

Strukturierte PDFs

Wochenübersicht, Seitenzahlen, Unterschriftsfelder – alles automatisch sauber aufgebaut und ausbildungsgeeignet.

Ideal für Rückstände

Wenn du mehrere Wochen nachtragen musst, unterstützt dich der Generator beim strukturierten Aufholen – ohne Copy-Paste.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Elektroniker/in

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Schalt- und Stromlaufpläne ausgewertet und Arbeitsfolge festgelegt.

Leitungen verlegt, Komponenten angeschlossen und Schutzmaßnahmen geprüft.

Messungen von Spannung, Strom und Isolationswiderstand durchgeführt.

Störungen in Steuerungs- und Antriebstechnik lokalisiert und behoben.

Ausbildung Elektroniker/in: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3,5 Jahre

Zuständige Stelle

die Handwerkskammer

Ausbildungsordnung

Elektronikerausbildungsverordnung vom 30. März 2021, BGBl. I S. 662, in Kraft seit 1. August 2021; Teil der Neuordnung der handwerklichen Elektroberufe, die die Verordnung von 2008 ersetzt hat

Zuerst die Verwechslungsgefahr: Der Elektroniker ist ein Handwerksberuf, anerkannt für das Gewerbe Elektrotechniker nach Anlage A Nr. 25 der Handwerksordnung. Zuständig ist die Handwerkskammer, und die Prüfung heißt Gesellenprüfung. Der Elektroniker für Betriebstechnik dagegen ist ein Industrieberuf mit eigener Verordnung und IHK-Zuständigkeit. Wer Merkblätter über das IHK-Berichtsheft liest, liest über die falsche Kammer.

Die Neuordnung 2021 hat die Fachrichtungen verändert. Es gibt heute nur noch zwei: Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik. Die frühere Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik ist weggefallen, und die Gebäudesystemintegration ist ein eigener Ausbildungsberuf geworden. Eine Vorlage von vor 2021 kann diese Struktur nicht abbilden.

Geprüft wird als gestreckte Gesellenprüfung, eine Zwischenprüfung gibt es nicht. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt und erstreckt sich auf die ersten 18 Monate. Er besteht aus dem Prüfungsbereich „Elektrotechnische Anlagen und Betriebsmittel“: insgesamt zehn Stunden, davon acht Stunden Arbeitsaufgabe mit Fachgespräch von höchstens zehn Minuten, dazu schriftliche Aufgaben in 120 Minuten. Teil 1 zählt mit 30 Prozent.

Teil 2 hat vier Bereiche: Kundenauftrag mit 36 Prozent – 16 Stunden mit einem Fachgespräch von höchstens 20 Minuten –, Systementwurf schriftlich in 120 Minuten mit 12 Prozent, Funktions- und Systemanalyse schriftlich in 120 Minuten mit 12 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde in 60 Minuten mit 10 Prozent. Kundenauftrag, Systementwurf und Funktions- und Systemanalyse sind fachrichtungsspezifisch: In der Energie- und Gebäudetechnik geht es um eine gebäudetechnische Anlage, in der Automatisierungs- und Systemtechnik um eine Automatisierungsanlage.

Eine Besonderheit gegenüber den Industrieberufen: Hier muss auch das Ergebnis von Teil 2 für sich mindestens ausreichend sein. Eine schwache zweite Hälfte lässt sich also nicht mit einem guten Teil 1 ausgleichen. Und einen betrieblichen Auftrag als Alternative kennt die Verordnung nicht – es gibt nur die Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht.

Zusammen entscheiden Teil 1 und der Kundenauftrag über zwei Drittel der Note, beides praktische Bereiche mit Fachgespräch. Wer im Heft festhält, welche Anlage er installiert, gemessen und in Betrieb genommen hat und mit welchen Werten, hat für diese Gespräche Belege statt Erinnerungen.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Zwei Fachrichtungen seit der Neuordnung 2021, eine steht im Ausbildungsvertrag
  • Energie- und Gebäudetechnik
  • Automatisierungs- und Systemtechnik
  • Weggefallen: Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Eigener Beruf geworden: Elektroniker für Gebäudesystemintegration

Schreib im Berichtsheft mit, welcher Schwerpunkt in deinem Betrieb gilt. Der Prüfungsausschuss liest die Einträge vor diesem Hintergrund.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Elektroniker/in abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Systeme analysieren, installieren, prüfen – gemeinsame Grundlage aller Elektroberufe

Themenschwerpunkte

  • Elektrotechnische Systeme analysieren, Funktionen prüfen und Fehler beheben
  • Elektrische Systeme planen und installieren, Leitungen bemessen und verlegen
  • Steuerungen und Regelungen analysieren und realisieren
  • Informationstechnische Systeme bereitstellen, Netzwerkgrundlagen
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz: Schutzmaßnahmen, fünf Sicherheitsregeln, Prüfungen vor Inbetriebnahme
  • Lernfelder 1 bis 4 mit 320 Stunden; sie sind in allen handwerklichen und industriellen Elektroberufen gleich, eine gemeinsame Beschulung im ersten Jahr ist möglich

So kann es im Bericht stehen

  • Unterverteilung nach Stromlaufplan verdrahtet, Aderkennzeichnung übernommen und die Belegung dokumentiert.
  • Leitungslängen aufgenommen, Querschnitt nach Vorgabe bestimmt und den Spannungsfall gerechnet.
  • Wechselschaltung installiert, Funktion geprüft und den Schutzleiteranschluss kontrolliert.
  • Prüfung vor Inbetriebnahme begleitet: Durchgängigkeit des Schutzleiters und Isolationswiderstand gemessen und protokolliert.

2. Ausbildungsjahr

Energieversorgung, Anlagensicherheit, Steuerungen – und Teil 1 im vierten Halbjahr

Themenschwerpunkte

  • Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Anlagen und Geräten konzipieren
  • Elektrotechnische Systeme analysieren und prüfen, Messverfahren und Protokolle
  • Steuerungen und Regelungen für Systeme programmieren und realisieren
  • Energiewandlungssysteme auswählen und integrieren, Antriebe und Motoren
  • Teil 1 der Gesellenprüfung im vierten Halbjahr: zehn Stunden für Arbeitsaufgabe und schriftliche Aufgaben
  • Lernfelder 5 bis 8 mit 280 Stunden, die vor Teil 1 zu unterrichten sind

So kann es im Bericht stehen

  • Drehstrommotor angeschlossen, Drehrichtung geprüft und den Motorschutzschalter eingestellt.
  • Isolationsmessung an einem Stromkreis durchgeführt und den Wert mit dem Grenzwert verglichen.
  • Steuerung für eine Torautomatik programmiert, im Handbetrieb getestet und dann freigegeben.
  • Schleifenimpedanz gemessen und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme dokumentiert.

3. Ausbildungsjahr

Fachrichtung: Gebäudetechnik oder Automatisierung

Themenschwerpunkte

  • Energie- und Gebäudetechnik: Kommunikation von Systemen in Wohn- und Zweckbauten planen und realisieren
  • Energie- und Gebäudetechnik: elektrische Geräte und Anlagen der Haustechnik planen, in Betrieb nehmen und übergeben
  • Automatisierungs- und Systemtechnik: Steuerungs- und Kommunikationssysteme planen und einbinden
  • Automatisierungs- und Systemtechnik: Anlagen installieren, in Betrieb nehmen und übergeben
  • Energietechnische Systeme errichten, in Betrieb nehmen und instand halten
  • Lernfelder 9 bis 11 mit 280 Stunden, erstmals nach Fachrichtung getrennt

So kann es im Bericht stehen

  • Busleitung für die Gebäudeautomation verlegt, Teilnehmer adressiert und die Funktion je Raum geprüft.
  • Photovoltaikanlage angeschlossen, Strangspannungen gemessen und die Anmeldung beim Netzbetreiber vorbereitet.
  • Schaltschrank für eine Automatisierungsanlage aufgebaut, nach Plan verdrahtet und die Klemmenbelegung dokumentiert.
  • Störung in einer Anlage eingegrenzt, den Fehler am Sensorsignal belegt und die Instandsetzung dokumentiert.

4. Ausbildungsjahr

Anlagen planen, dokumentieren und den Kundenauftrag bestehen

Themenschwerpunkte

  • Energie- und gebäudetechnische beziehungsweise automatisierungstechnische Anlagen planen und realisieren
  • Anlagen anpassen und dokumentieren, Bestandsunterlagen fortschreiben
  • Kundenberatung, Übergabe und Einweisung, Abnahmeprotokolle
  • Instandhaltung und Optimierung bestehender Anlagen
  • Vorbereitung auf den Kundenauftrag: 16 Stunden mit Fachgespräch von höchstens 20 Minuten
  • Lernfelder 12 und 13 mit 140 Stunden

So kann es im Bericht stehen

  • Anlagenerweiterung geplant, Materialliste erstellt und die Änderung in den Bestandsplan eingetragen.
  • Abnahme mit dem Kunden durchgeführt, Messprotokolle übergeben und die Einweisung dokumentiert.
  • Bestandsdokumentation nach Umbau fortgeschrieben und die alten Pläne als überholt gekennzeichnet.
  • Kundenauftrag geübt: Auftrag aufnehmen, Anlage errichten, prüfen, übergeben und erklären.

Beispiel-Wochenberichte Elektroniker/in

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 16 – 1. Ausbildungsjahr

Rohbauinstallation und Werkstatt
  • Montag: Leitungswege im Rohbau aufgenommen, Dosen gesetzt und die Durchbrüche mit dem Bauleiter abgestimmt.
  • Dienstag: Leitungen verlegt, Querschnitt nach Vorgabe bestimmt und den Spannungsfall gerechnet.
  • Mittwoch: Unterverteilung verdrahtet, Aderkennzeichnung übernommen und die Belegung dokumentiert.
  • Donnerstag: Wechselschaltung installiert, Funktion geprüft und den Schutzleiteranschluss kontrolliert.
  • Freitag: Prüfung vor Inbetriebnahme begleitet, Isolationswiderstand gemessen und das Protokoll ausgefüllt.

Berufsschule: Lernfeld 2 Elektrische Systeme planen und installieren, Lernfeld 1 Elektrotechnische Systeme analysieren.

Woche 24 – 2. Ausbildungsjahr

Antriebe, Messtechnik und Prüfungsvorbereitung
  • Montag: Drehstrommotor angeschlossen, Drehrichtung geprüft und den Motorschutzschalter eingestellt.
  • Dienstag: Schleifenimpedanz gemessen und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme dokumentiert.
  • Mittwoch: Steuerung für eine Torautomatik programmiert und im Handbetrieb getestet.
  • Donnerstag: Fehlerstromschutzschalter geprüft, Auslösezeit gemessen und den Wert festgehalten.
  • Freitag: Teil 1 der Gesellenprüfung vorbereitet: Ablauf der Arbeitsaufgabe und Prüfprotokolle wiederholt.

Berufsschule: Lernfeld 5 Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Anlagen und Geräten konzipieren.

Woche 13 – 4. Ausbildungsjahr

Fachrichtung und Kundenauftrag
  • Montag: Erweiterung der Gebäudeautomation geplant, Materialliste erstellt und die Busadressen festgelegt.
  • Dienstag: Busteilnehmer eingebunden, adressiert und die Funktion je Raum geprüft.
  • Mittwoch: Photovoltaikanlage angeschlossen, Strangspannungen gemessen und die Anmeldung vorbereitet.
  • Donnerstag: Abnahme mit dem Kunden durchgeführt, Messprotokolle übergeben und die Einweisung dokumentiert.
  • Freitag: Bestandsdokumentation fortgeschrieben und die überholten Pläne gekennzeichnet.

Berufsschule: Lernfeld 12 und 13 der Fachrichtung: Anlagen planen, realisieren, anpassen und dokumentieren.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Elektroniker/in

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Elektronikerinnen und Elektroniker besonders oft auf.

Falsche Kammer vorausgesetzt

Elektroniker ist Handwerk nach Anlage A Nr. 25 HwO; zuständig ist die Handwerkskammer und die Prüfung heißt Gesellenprüfung. Wer sein Heft nach einem IHK-Merkblatt führt, richtet Form und Fristen nach einer Kammer, die für ihn nicht zuständig ist.

Fachrichtungen von vor 2021 angenommen

Seit dem 1. August 2021 gibt es nur noch Energie- und Gebäudetechnik und Automatisierungs- und Systemtechnik. Informations- und Telekommunikationstechnik ist weggefallen, Gebäudesystemintegration ist ein eigener Beruf. Vorlagen mit drei Fachrichtungen gehören zur alten Verordnung.

Messungen ohne Werte

„Anlage geprüft“ genügt nicht. Schreib die Messung mit Wert und Grenzwert: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösezeit des Fehlerstromschutzschalters, Durchgängigkeit des Schutzleiters. Diese Werte sind der Kern der Funktions- und Systemanalyse in Teil 2.

Arbeiten unter Spannung zu locker beschrieben

Wer freigeschaltet hat, wer die Spannungsfreiheit festgestellt hat und ob du selbständig gearbeitet oder assistiert hast, gehört in den Eintrag. Das ist keine Formalie: Es unterscheidet den Nachweis über deine Befähigung von einer Notiz über deine Anwesenheit.

Teil 2 als Nachspiel gesehen

Anders als in den Industrieberufen muss hier auch das Ergebnis von Teil 2 für sich mindestens ausreichend sein. Ein starker Teil 1 rettet dich nicht. Der Kundenauftrag mit 36 Prozent ist der größte Einzelbereich – und ohne dokumentierte eigene Anlagen keine vorbereitete Aufgabe.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Zur Gesellenprüfung zugelassen wird nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 HwO nur, wer den Ausbildungsnachweis geführt und vorgelegt hat; bei einer gestreckten Gesellenprüfung entscheidet die Kammer nach § 36a HwO über Teil 1 und Teil 2 getrennt, der Nachweis zählt also schon für Teil 1. Für Handwerksberufe verdrängt die Handwerksordnung dabei die §§ 27 bis 49 BBiG (§ 3 Abs. 3 BBiG) – § 43 BBiG, den viele Ratgeber nennen, gilt hier nicht. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Handwerkskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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