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Kaufmännische Ausbildung – spezialisiert auf Kaufmann/-frau für Büromanagement

Dein Berichtsheft für
Kaufmann/-frau für Büromanagement.

Telefon, E-Mails, Termine, Rechnungen – dein Tag ist voll. Mit AzubiBericht dokumentierst du deine Ausbildungswochen als Kaufmann/-frau für Büromanagement IHK-konform und in wenigen Minuten.

Weniger Schreibstress, mehr Fokus auf deine Ausbildung

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IHK-konforme Inhalte

Wir orientieren uns an offiziellen Rahmenlehrplänen für kaufmännische Berufe. Deine Tätigkeiten werden passend formuliert.

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Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Kaufmann/-frau für Büromanagement

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Eingangsrechnungen geprüft, kontiert und im ERP-System verbucht.

Kundentermine koordiniert und Besprechungen inklusive Protokollvorlage vorbereitet.

Geschäftskorrespondenz für Angebote, Auftragsbestätigungen und Rückfragen erstellt.

Lieferantenangebote verglichen und Entscheidungsvorlage für den Einkauf vorbereitet.

Ausbildung Kaufmann/-frau für Büromanagement: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3 Jahre

Zuständige Stelle

die Industrie- und Handelskammer, im öffentlichen Dienst die nach Landesrecht bestimmte Stelle, im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer

Ausbildungsordnung

Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung vom 25. Februar 2025, BGBl. 2025 I Nr. 62, in Kraft seit 1. August 2025; sie hat die Fassung von 2013 zum 31. Juli 2025 abgelöst

Das Wichtigste zuerst, weil fast jede Vorlage im Netz es falsch hat: Seit dem 1. August 2025 gilt eine neue Ausbildungsordnung, und sie hat die Prüfungsstruktur geändert. Die alte Fassung hatte eine echte Zwischenprüfung „Büro- und Beschaffungsprozesse“ in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres. Die gibt es für neue Verträge nicht mehr: Geprüft wird jetzt als gestreckte Abschlussprüfung. Für Verträge, die vor dem 1. August 2025 begonnen haben, gilt nach § 4 Abs. 5 BBiG weiter die alte Ordnung – beide Stände laufen also derzeit parallel.

Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr und besteht aus dem Prüfungsbereich „Informationstechnisches Büromanagement“, schriftlich in 120 Minuten, mit 25 Prozent im Gesamtergebnis. Teil 2 hat drei Bereiche: „Kundenbeziehungsprozesse“ schriftlich in 150 Minuten mit 30 Prozent, „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“ als fallbezogenes Fachgespräch von höchstens 20 Minuten mit 35 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde in 60 Minuten mit 10 Prozent.

Die Fachaufgabe ist der größte Einzelbereich, und für sie gibt es zwei Varianten. Variante a: Du schreibst für jede deiner beiden Wahlqualifikationen einen höchstens dreiseitigen Report über eine komplexe betriebliche Fachaufgabe; der Ausbildende bestätigt die selbständige Durchführung und dass die Fachaufgaben zu den festgelegten Wahlqualifikationen passen. Variante b: Der Prüfungsausschuss stellt dir zwei praxisbezogene Fachaufgaben zur Wahl, für die Bearbeitung kommen 20 Minuten Vorbereitungszeit dazu. Welche Variante gilt, teilt der Ausbildungsbetrieb der zuständigen Stelle mit der Anmeldung mit.

Bestanden ist, wenn das Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 mindestens ausreichend ist, das Ergebnis von Teil 2 mindestens ausreichend ist, mindestens zwei Prüfungsbereiche von Teil 2 mindestens ausreichend sind und keiner ungenügend ist. Eine nicht gewählte Wahlqualifikation kann zusätzlich als Zusatzqualifikation geprüft werden.

Zwei von zehn Wahlqualifikationen werden im Ausbildungsvertrag festgelegt, mit einem zeitlichen Richtwert von je fünf Monaten beziehungsweise 22 Wochen im 16. bis 36. Ausbildungsmonat. Das ist rund ein Drittel der Ausbildung – und die Grundlage des Bereichs, der 35 Prozent zählt. Ein Berichtsheft, in dem die beiden Wahlqualifikationen nicht erkennbar sind, lässt dich für Variante a ohne Stoff und für Variante b ohne Übung dastehen.

Im öffentlichen Dienst gilt eine Besonderheit: Dort ist der Beruf Ausbildungsberuf des öffentlichen Dienstes, die zuständige Stelle richtet sich nach § 73 BBiG, und zusätzlich sind 420 Stunden dienstbegleitende Unterweisung vorgesehen. Diese Stunden sind Ausbildungszeit und gehören in den Nachweis.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Zehn Wahlqualifikationen, zwei davon stehen im Ausbildungsvertrag
  • Auftragsprozess steuern
  • Instrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle nutzen
  • Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen gestalten und umsetzen
  • Einkauf und Logistikprozesse planen, koordinieren und durchführen
  • Marketing- und Vertriebsaktivitäten mitgestalten
  • Personalwirtschaftliche Prozesse umsetzen
  • Assistenzaufgaben übernehmen
  • Öffentlichkeitsarbeit gestalten und Aufgaben des Veranstaltungsmanagements übernehmen
  • Aufgaben der Verwaltung wahrnehmen und Recht anwenden
  • Haushaltsmittel planen und bewirtschaften

Schreib im Berichtsheft mit, welcher Schwerpunkt in deinem Betrieb gilt. Der Prüfungsausschuss liest die Einträge vor diesem Hintergrund.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Kaufmann/-frau für Büromanagement abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Büroprozesse, Aufträge und Beschaffung

Themenschwerpunkte

  • Informationsmanagement anwenden und Informationsverarbeitung durchführen
  • Bürowirtschaftliche Abläufe organisieren, Koordinations- und Organisationsaufgaben übernehmen
  • Aufträge bearbeiten: Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferung, Rechnung
  • Material und externe Dienstleistungen beschaffen, Verträge schließen
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  • Lernfelder 1 bis 4 mit 320 Stunden: eigene Rolle im Betrieb, Büroprozesse gestalten, Aufträge bearbeiten, Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen

So kann es im Bericht stehen

  • Eingangspost digitalisiert, den Vorgängen zugeordnet und die Wiedervorlage im System gesetzt.
  • Angebot erstellt, die Konditionen mit der Preisliste abgeglichen und den Versand dokumentiert.
  • Drei Lieferantenangebote gegenübergestellt und die Entscheidungsvorlage für den Einkauf vorbereitet.
  • Besprechung vorbereitet: Einladung versendet, Unterlagen zusammengestellt und das Protokoll geschrieben.

2. Ausbildungsjahr

Kunden, Werteströme, Personal – und Teil 1 im vierten Halbjahr

Themenschwerpunkte

  • Kundenbeziehungen gestalten: Kunden akquirieren, binden, Beschwerden bearbeiten
  • Werteströme erfassen und beurteilen, Belege kontieren und buchen
  • Gesprächssituationen gestalten, Gesprächsführung und Konfliktbehandlung
  • Personalbezogene Aufgaben übernehmen: Eintritt, Austritt, Zeitwirtschaft, Entgeltunterlagen
  • Teil 1 der Abschlussprüfung im vierten Halbjahr: „Informationstechnisches Büromanagement“ in 120 Minuten, 25 Prozent
  • Lernfelder 5 bis 8 mit 280 Stunden; ab dem 16. Monat beginnen die beiden Wahlqualifikationen

So kann es im Bericht stehen

  • Kundenbeschwerde aufgenommen, den Vorgang geprüft und die Antwort mit der Vorgesetzten abgestimmt.
  • Eingangsrechnungen geprüft, kontiert und gegen Bestellung und Lieferschein abgeglichen.
  • Reisekostenabrechnung geprüft, die steuerfreien Pauschalen angewendet und den Fehler in der Belegsumme korrigiert.
  • Serienbrief mit Datenquelle erstellt und die Dokumentvorlage für die Abteilung angepasst.

3. Ausbildungsjahr

Steuerung, Prozesse, Projekte – und die Fachaufgabe

Themenschwerpunkte

  • Kaufmännische Steuerung durchführen: Kosten, Erlöse, Kennzahlen, Abweichungen
  • Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten, Zahlungsverkehr und Mahnwesen
  • Geschäftsprozesse darstellen und optimieren, Schnittstellen und Medienbrüche erkennen
  • Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren, Projekte planen und durchführen
  • Fachaufgabe in der Wahlqualifikation vorbereiten: Reporte schreiben oder gestellte Fachaufgaben üben
  • Lernfelder 9 bis 13 mit 280 Stunden

So kann es im Bericht stehen

  • Offene Posten ausgewertet, die Mahnstufen zugeordnet und den Zahlungseingang nachverfolgt.
  • Kennzahlen des Vormonats aufbereitet und die Abweichung bei den Materialkosten erklärt.
  • Ablauf eines internen Prozesses aufgenommen, als Diagramm dargestellt und zwei Medienbrüche benannt.
  • Report über eine komplexe betriebliche Fachaufgabe aus der Wahlqualifikation auf drei Seiten verfasst.

Beispiel-Wochenberichte Kaufmann/-frau für Büromanagement

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 13 – 1. Ausbildungsjahr

Auftragsbearbeitung und Einkauf
  • Montag: Eingangspost digitalisiert, den Vorgängen zugeordnet und die Wiedervorlagen im System gesetzt.
  • Dienstag: Zwei Angebote erstellt, Konditionen mit der Preisliste abgeglichen und den Versand dokumentiert.
  • Mittwoch: Auftragsbestätigungen geschrieben und die Liefertermine mit dem Lager abgestimmt.
  • Donnerstag: Drei Lieferantenangebote verglichen und die Entscheidungsvorlage für den Einkauf vorbereitet.
  • Freitag: Besprechung vorbereitet, Unterlagen zusammengestellt und das Ergebnisprotokoll geschrieben.

Berufsschule: Lernfeld 3 Aufträge bearbeiten, Lernfeld 4 Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen.

Woche 22 – 2. Ausbildungsjahr

Buchhaltung und Personalwesen
  • Montag: Eingangsrechnungen geprüft, kontiert und gegen Bestellung und Lieferschein abgeglichen.
  • Dienstag: Reisekostenabrechnungen bearbeitet und eine falsche Belegsumme korrigiert.
  • Mittwoch: Zeitwirtschaft für die Abteilung geprüft und drei fehlende Buchungen nachgehalten.
  • Donnerstag: Kundenbeschwerde aufgenommen, den Vorgang geprüft und die Antwort abgestimmt.
  • Freitag: Teil 1 der Abschlussprüfung vorbereitet: Tabellenkalkulation und Textverarbeitung an alten Aufgaben geübt.

Berufsschule: Lernfeld 6 Werteströme erfassen und beurteilen, Lernfeld 8 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen.

Woche 17 – 3. Ausbildungsjahr

Kaufmännische Steuerung und Wahlqualifikation
  • Montag: Offene Posten ausgewertet, Mahnstufen zugeordnet und die Ausnahmen mit der Leitung abgestimmt.
  • Dienstag: Kennzahlen des Vormonats aufbereitet und die Abweichung bei den Materialkosten erklärt.
  • Mittwoch: Prozess der Rechnungsprüfung aufgenommen, als Diagramm dargestellt und zwei Medienbrüche benannt.
  • Donnerstag: Geschäftsreise für zwei Personen organisiert, Buchungen dokumentiert und die Kosten geschätzt.
  • Freitag: Report zur Fachaufgabe aus der Wahlqualifikation geschrieben und die Bestätigung des Ausbildenden eingeholt.

Berufsschule: Lernfeld 10 Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern, Lernfeld 11 Geschäftsprozesse darstellen und optimieren.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Kaufmann/-frau für Büromanagement

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Kaufleute für Büromanagement besonders oft auf.

Nach der alten Ordnung geplant

Wer 2025 oder später angefangen hat, hat keine Zwischenprüfung mehr, sondern Teil 1 im vierten Halbjahr mit 25 Prozent. Ältere Verträge laufen nach § 4 Abs. 5 BBiG weiter nach der Fassung von 2013. Prüf zuerst, welche Ordnung in deinem Vertrag steht – danach richtet sich, worauf du dich vorbereitest.

Die beiden Wahlqualifikationen bleiben unsichtbar

Sie umfassen je 22 Wochen und tragen 35 Prozent der Note. Wenn im Heft nicht erkennbar ist, welche zwei im Vertrag stehen und was du darin gemacht hast, fehlt dir die Substanz für die Reporte oder für das Fachgespräch über eine gestellte Aufgabe.

„Büroarbeiten erledigt“

Der Satz beschreibt jede Woche und keine. Nenne Vorgang, System und Ergebnis: welche Rechnung, welcher Kunde – ohne Namen –, welches Programm, welche Entscheidung. Aus solchen Einträgen wird später ein Report; aus „Büroarbeiten“ nicht.

Variante der Fachaufgabe nicht geklärt

Report oder gestellte Fachaufgabe entscheidet der Ausbildungsbetrieb und meldet es mit der Anmeldung. Für Variante a brauchst du zwei belegbare komplexe Fachaufgaben aus dem Betrieb, für Variante b Übung im Gespräch. Frag früh, welche gilt – die Vorbereitung ist nicht dieselbe.

Dienstbegleitende Unterweisung nicht notiert

Im öffentlichen Dienst kommen 420 Stunden dienstbegleitende Unterweisung dazu. Das ist Ausbildungszeit wie Betrieb und Berufsschule und gehört mit Thema in den Nachweis, nicht als Lücke im Kalender.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG ist zur Abschlussprüfung außerdem nur zuzulassen, wer ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise über den Ausbildenden vorgelegt hat. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Industrie- und Handelskammer, im öffentlichen Dienst die nach Landesrecht bestimmte Stelle, im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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