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Kaufmännischer Logistikberuf – spezialisiert auf Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Dein Berichtsheft für
Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung.

Angebote kalkulieren, Transporte disponieren, Frachtpapiere prüfen, mit Kunden und Partnern abstimmen – im Logistikbüro ist viel los. AzubiBericht erstellt dir ein prüfungssicheres Berichtsheft in wenigen Minuten.

Passt zu Büro, Lager und Rampe

AzubiBericht übersetzt deine Aufgaben in Disposition, Lagerlogistik und Kundenservice in saubere, prüfungssichere Berichte.

IHK-konforme Inhalte

Themen wie Frachtabwicklung, Zoll, Incoterms, Lagerprozesse und Reklamationsbearbeitung werden passend dargestellt.

Strukturierte Wochenberichte

Jede Woche macht sichtbar, welche Sendungen, Projekte und Prozesse du betreut hast.

Ideal bei vielen Vorgängen

Viele kleine Vorgänge pro Tag werden zu kompakten, prüfungssicheren Berichten zusammengefasst.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Transportanfrage kalkuliert und Angebot mit Laufzeit und Frachtpreis erstellt.

Sendung disponiert, Fahrzeug eingeteilt und Ladeliste erstellt.

Frachtpapiere ausgefertigt und Sendungsstatus gegenüber dem Kunden nachverfolgt.

Schadensfall aufgenommen, dokumentiert und an die Versicherung weitergegeben.

Ausbildung Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3 Jahre

Zuständige Stelle

die Industrie- und Handelskammer

Ausbildungsordnung

Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung vom 26. Juli 2004, zuletzt geändert 2009

Geprüft wird klassisch, nicht gestreckt: Die Zwischenprüfung soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden, ist schriftlich und geht nicht in das Abschlussergebnis ein.

Die Abschlussprüfung hat vier Bereiche: Leistungserstellung in Spedition und Logistik, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie ein fallbezogenes Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Leistungserstellung ist Sperrfach: Ohne mindestens ausreichende Leistung dort bestehst du nicht.

Zur Gewichtung ehrlich: Die Verordnung selbst nennt keine Prozentwerte. In der Prüfungspraxis der IHKs zählen die vier Bereiche gleich, also je 25 Prozent – verbindlich ist aber die Regelung deiner IHK, nicht diese Angabe.

Eine Besonderheit ist die Verkehrsträgerwahl: Du meldest zwei Verkehrsträger an – aus Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, Binnen- und Seeschifffahrt –, und der Prüfungsausschuss legt einen davon fest. Im dritten Jahr vertieft der Betrieb außerdem einen Schwerpunkt, etwa Lagerlogistik, Sammelgutverkehre oder internationale Spedition. Dein Berichtsheft sollte genau diesen Schwerpunkt zeigen.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Monoberuf: keine Fachrichtungen und keine Wahlqualifikationen
  • Individualisierung über die zwei angemeldeten Verkehrsträger in der Prüfung
  • Betrieblicher Ausbildungsschwerpunkt im dritten Jahr: Güterversendung und Transport, Lagerlogistik, Sammelgut- und Systemverkehre, internationale Spedition oder logistische Dienstleistungen

Schreib im Berichtsheft mit, welcher Schwerpunkt in deinem Betrieb gilt. Der Prüfungsausschuss liest die Einträge vor diesem Hintergrund.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Betrieb, Güterkraftverkehr und Sammelgut

Themenschwerpunkte

  • Stellung, Rechtsform und Struktur des Speditionsbetriebes, Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Prozessorientierte Leistungserstellung: vom Auftrag über die Disposition bis zur Abrechnung
  • Güterkraftverkehr als Basisverkehrsträger: Fahrzeuge, Laufzeiten, Kosten, Vorschriften
  • Sammelgut- und Systemverkehre: Nahverkehr, Hauptlauf, Umschlag, Nachlauf
  • Verträge, Haftung und Versicherungen im Einstieg, Gefahrgutgrundlagen
  • Informations- und Kommunikationssysteme, Datenschutz, Englisch im Speditionsalltag

So kann es im Bericht stehen

  • Frachtauftrag im Güterkraftverkehr erfasst und die Abholung mit dem Nahverkehr abgestimmt.
  • Sendung in den Sammelgutverkehr eingesteuert und die Relation im System zugeordnet.
  • Frachtbrief ausgefertigt und die Angaben gegen die Auftragsdaten geprüft.
  • Englischsprachige Sendungsanfrage beantwortet und die Rückmeldung im System dokumentiert.

2. Ausbildungsjahr

Weitere Verkehrsträger, Lager und Kalkulation

Themenschwerpunkte

  • Einen weiteren Verkehrsträger bearbeiten: Schiene, Luftfracht, Binnen- oder Seeschifffahrt
  • Lagerlogistik als Dienstleistung: Einlagerung, Bestandsführung, Wertschöpfung im Lager
  • Logistische Dienstleistungen jenseits des Transports: Verpackung, Konfektionierung, Retouren
  • Zahlungsverkehr und Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung im Einstieg
  • Verträge und Haftung im Aufbau: Frachtrecht, Haftungsgrenzen, Schadensfälle
  • Qualitätsmanagement, Teamarbeit und Kommunikation mit Kunden und Fahrern

So kann es im Bericht stehen

  • Luftfrachtsendung angelegt, Abflug gebucht und die Dokumente auf Vollständigkeit geprüft.
  • Einlagerung für einen Kunden organisiert und die Lagerkosten nach Tarif berechnet.
  • Transportschaden aufgenommen, fotografisch dokumentiert und die Haftungsgrenze geprüft.
  • Frachtkalkulation aufgestellt und die Kostenbestandteile einzeln ausgewiesen.

3. Ausbildungsjahr

International, Controlling und der eigene Schwerpunkt

Themenschwerpunkte

  • Internationale Spedition: Lieferbedingungen, Zoll, Dokumente, Länderbesonderheiten
  • Import- und Exportabwicklung von der Anfrage bis zur Abrechnung
  • Kosten- und Leistungsrechnung und Controlling im Aufbau: Deckungsbeitrag je Relation
  • Marketing und Vertrieb: Angebotserstellung, Kundenbindung, Ausschreibungen
  • Beschaffungs- und Distributionslogistik als Dienstleistung anbieten und organisieren
  • Vertiefung eines betrieblichen Schwerpunkts, der auch im Fachgespräch zugrunde gelegt wird

So kann es im Bericht stehen

  • Exportsendung abgewickelt, Ausfuhranmeldung vorbereitet und die Lieferbedingung mit dem Kunden geklärt.
  • Deckungsbeitrag einer Relation gerechnet und den Rückgang auf gestiegene Leerkilometer zurückgeführt.
  • Angebot für eine Ausschreibung erstellt und Laufzeit, Preis und Leistungsumfang gegenübergestellt.
  • Distributionskonzept für einen Kunden skizziert und die Anzahl der Umschlagpunkte begründet.

Beispiel-Wochenberichte Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 15 – 1. Ausbildungsjahr

Nahverkehrsdisposition
  • Montag: 23 Abholaufträge erfasst und nach Postleitzahlgebieten auf die Nahverkehrstouren verteilt.
  • Dienstag: Ladeliste erstellt und die Gewichtsverteilung auf zwei Fahrzeuge angepasst, weil eine Tour überladen gewesen wäre.
  • Mittwoch: Frachtbriefe ausgefertigt und die Angaben gegen die Auftragsdaten geprüft; zwei fehlende Empfängertelefonnummern nachgefordert.
  • Donnerstag: Sendungen in den Sammelgutverkehr eingesteuert und die Relationen im System zugeordnet.
  • Freitag: Sendungsstatus für drei Kundenanfragen recherchiert und die Rückmeldung schriftlich dokumentiert.

Berufsschule: Im Speditionsbetrieb mitarbeiten, Verkehrsträger vergleichen, Frachtaufträge im Güterkraftverkehr bearbeiten.

Woche 24 – 2. Ausbildungsjahr

Luftfracht und Lagerlogistik
  • Montag: Luftfrachtsendung angelegt, Volumengewicht berechnet und den Unterschied zum tatsächlichen Gewicht erklärt bekommen.
  • Dienstag: Abflug gebucht und die Dokumente auf Vollständigkeit geprüft; eine fehlende Handelsrechnung nachgefordert.
  • Mittwoch: Einlagerung für einen Kunden organisiert und die Lagerkosten nach Tarif für 30 Tage berechnet.
  • Donnerstag: Transportschaden aufgenommen, fotografisch dokumentiert und die Haftungsgrenze nach Gewicht geprüft.
  • Freitag: Frachtkalkulation für eine neue Relation aufgestellt und die Kostenbestandteile einzeln ausgewiesen.

Berufsschule: Frachtaufträge eines weiteren Verkehrsträgers bearbeiten, Lagerleistungen anbieten und organisieren.

Woche 18 – 3. Ausbildungsjahr

Internationale Spedition und Controlling
  • Montag: Exportsendung in ein Drittland vorbereitet und die Lieferbedingung mit dem Kunden schriftlich geklärt.
  • Dienstag: Ausfuhranmeldung vorbereitet, Warentarifnummern geprüft und eine unklare Position mit dem Kunden abgestimmt.
  • Mittwoch: Deckungsbeitrag einer Relation gerechnet und den Rückgang auf gestiegene Leerkilometer zurückgeführt.
  • Donnerstag: Angebot für eine Ausschreibung erstellt und Laufzeit, Preis und Leistungsumfang gegenübergestellt.
  • Freitag: Ergebnis der Relationsauswertung in der Dispositionsrunde vorgestellt und eine Maßnahme abgeleitet.

Berufsschule: Exportaufträge bearbeiten, Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern, Marketingmaßnahmen entwickeln.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Speditionskaufleute besonders oft auf.

Verkehrsträger nie benannt

In der Prüfung wird ein Verkehrsträger festgelegt, den du selbst mit angemeldet hast. Wenn das Heft nur „Sendungen bearbeitet“ sagt, fehlt dir der Nachweis, mit welchen Verkehrsträgern du überhaupt gearbeitet hast.

Disposition ohne Entscheidung

Disponieren heißt abwägen: Fahrzeug, Zeitfenster, Kosten, Auslastung. Schreib die Entscheidung und den Grund dazu, nicht nur das Ergebnis. Genau darauf zielt das Fachgespräch.

Schwerpunkt des dritten Jahres fehlt

Im dritten Jahr vertieft dein Betrieb einen Schwerpunkt, und das Fachgespräch legt diesen betrieblichen Schwerpunkt zugrunde. Wenn er im Heft nicht sichtbar ist, gehst du ohne Belege in dieses Gespräch.

Schäden und Reklamationen unter den Tisch

Schadensfälle sind unangenehm und ausbildungsrelevant. Haftung, Dokumentation, Fristen: An kaum einem anderen Vorgang lernst du so viel. Weglassen ist eine verpasste Gelegenheit, keine Schadensbegrenzung.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG ist zur Abschlussprüfung außerdem nur zuzulassen, wer ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise über den Ausbildenden vorgelegt hat. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Industrie- und Handelskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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