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Lagerberuf – spezialisiert auf Fachlagerist/in

Dein Berichtsheft für
Fachlagerist/in.

Wareneingang prüfen, kommissionieren, verpacken, Paletten sichern, Stapler fahren – dein Tag im Lager ist voll, und abends schreibt keiner mehr freiwillig auf, was er gemacht hat. AzubiBericht macht aus ein paar Stichworten fertige Wochenberichte in Lagersprache. Auch rückwirkend, wenn dein Heft seit Wochen leer ist.

Passt zu Rampe, Lager und Versand

Vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zur Inventur: Deine Aufgaben landen so im Bericht, wie Ausbilder und IHK sie lesen wollen.

Echte Lagerbegriffe

Wareneingangskontrolle, Kommissionierung nach Pickliste, Ladungssicherung mit Zurrgurten und Antirutschmatten, Bestandsbuchung im Lagerverwaltungssystem. Klingt nach Lager, nicht nach Textbaustein.

Wochen nachtragen ohne Lücken

Du gibst pro Woche ein paar Stichworte ein, den Rest übernimmt der Generator. Auch 20 Wochen am Stück. Kalenderwochen und Daten sitzen automatisch richtig.

Unterschriftsreifes PDF

Fertiges PDF im gewohnten Format mit Feldern für dich, deinen Ausbilder und die Berufsschule. Ausdrucken, unterschreiben lassen, abgeben. Fertig.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Fachlagerist/in

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Wareneingang geprüft, Lieferschein mit der Bestellung abgeglichen und Transportschäden dokumentiert.

Kundenaufträge nach Pickliste mit dem Handscanner kommissioniert und versandfertig verpackt.

Paletten mit Zurrgurten und Antirutschmatten gesichert und Ladung mit dem Gabelstapler bereitgestellt.

Bei der Inventur Bestände gezählt und Differenzen im Lagerverwaltungssystem erfasst.

Ausbildung Fachlagerist/in: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

2 Jahre

Zuständige Stelle

die Industrie- und Handelskammer, in einem Handwerksbetrieb die Handwerkskammer

Ausbildungsordnung

Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich vom 26. Juli 2004, BGBl. I S. 1887, gemeinsam mit dem dreijährigen Beruf Fachkraft für Lagerlogistik; seither unverändert

Die Verordnung regelt zwei Berufe in einem Text: den zweijährigen Fachlageristen und die dreijährige Fachkraft für Lagerlogistik. Nach § 6 kann deine Ausbildung für das dritte Ausbildungsjahr im Beruf Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden – du steigst dann direkt ins dritte Jahr ein. Dein Berichtsheft läuft dabei ohne Bruch weiter.

Geprüft wird klassisch, nicht gestreckt. Die Zwischenprüfung soll am Ende des ersten Ausbildungsjahres stattfinden: eine Arbeitsaufgabe in höchstens 90 Minuten, die mindestens eines der Gebiete Entladen und Kontrollieren einer Lieferung oder Einlagern von Gütern nach Güterarten abdeckt. Sie geht nicht in die Abschlussnote ein – aber ohne Teilnahme an ihr gibt es nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG keine Zulassung zur Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung hat vier Bereiche: Praktische Arbeitsaufgaben, Lagerprozesse, Güterbewegung und Wirtschafts- und Sozialkunde; die letzten drei sind schriftlich. In den Praktischen Arbeitsaufgaben sind in insgesamt höchstens drei Stunden zwei Aufgaben zu lösen, aus den Gebieten Annahme und Lagerung einschließlich Güterkontrolle, Erfassen von Güterbewegungen mit betrieblichen Informations- und Kommunikationsmitteln sowie Kommissionierung und Versand. Lagerprozesse und Güterbewegung dauern je höchstens 90 Minuten, Wirtschafts- und Sozialkunde höchstens 60 Minuten.

Bei der Gewichtung lohnt genaues Lesen: Die Verordnung nennt 40 Prozent Lagerprozesse, 40 Prozent Güterbewegung und 20 Prozent Wirtschafts- und Sozialkunde – das gilt nur für das Verhältnis der drei schriftlichen Bereiche untereinander. Ein Prozentwert für den praktischen Bereich gegenüber dem schriftlichen Block steht nicht in der Verordnung. Stattdessen müssen beide Blöcke getrennt bestanden werden: mindestens ausreichend in den Praktischen Arbeitsaufgaben und mindestens ausreichend im Gesamtergebnis der schriftlichen Bereiche, davon zwei mindestens ausreichend und keiner ungenügend.

Anders als die Fachkraft für Lagerlogistik hat der Fachlagerist kein Fachgespräch in der praktischen Prüfung. Bewertet wird, was du tust, und wie du planst: Arbeitsschritte festlegen, Arbeitsmittel auswählen, Ergebnisse kontrollieren, dabei Wirtschaftlichkeit, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Qualitätssicherung berücksichtigen. Ein Heft, in dem Geräte, Verfahren und Prüfschritte stehen, ist dafür die beste Vorbereitung, die es ohne Übungslager gibt.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Fachlagerist/in abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Betrieb, Arbeitsmittel, Annahme und erste Lagerarbeit

Themenschwerpunkte

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht sowie Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes – die ersten Monate ausdrücklich im Schwerpunkt
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Unfallverhütung, Brandschutz
  • Lagerung von Gütern: Güterarten unterscheiden, Lagerordnung und Lagerkennzeichnung
  • Güterkontrolle und qualitätssichernde Maßnahmen: Mengen, Zustand, Abweichungen
  • Einsatz von Arbeitsmitteln: Flurförderzeuge, Hubwagen, Regalbediengeräte, Funktionskontrolle vor der Benutzung
  • Annahme von Gütern in Verbindung mit Arbeitsorganisation, Information und Kommunikation
  • Lernfelder 1 bis 4 mit 280 Stunden: Güter annehmen und kontrollieren, Güter lagern, Güter bearbeiten, Güter im Betrieb transportieren

So kann es im Bericht stehen

  • Lieferung entladen, Mengen gegen die Begleitpapiere geprüft und zwei Abweichungen im System gemeldet.
  • Güter nach Güterarten eingelagert und die Lagerplätze mit dem Handscanner gebucht.
  • Flurförderzeug vor dem Einsatz auf Funktion geprüft und die Mängelliste an die Werkstatt gegeben.
  • Beschädigte Verpackung dokumentiert, den Inhalt geprüft und die Ware zur Klärung gesperrt.

2. Ausbildungsjahr

Umlagern, kommissionieren, verpacken, versenden

Themenschwerpunkte

  • Güter ein-, um- und auslagern, Bestände pflegen, Umschlaghäufigkeit berücksichtigen
  • Bestandsdifferenzen erkennen, Inventur unterstützen, Kennzahlen des Lagers lesen
  • Kommissionierung: Verfahren, Pickliste, Kontrolle, typische Fehlerquellen
  • Verpackung: Packmittel nach Gewicht und Empfindlichkeit auswählen, Packstücke kennzeichnen
  • Versand von Gütern: Versandpapiere, Ladungen zusammenstellen, Ladung sichern, Übergabe
  • Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz vertieft an genau diesen Tätigkeiten
  • Lernfelder 5 bis 8 mit 280 Stunden: Güter kommissionieren, Güter verpacken, Güter verladen, Güter versenden

So kann es im Bericht stehen

  • Kommissionierauftrag nach Pickliste zusammengestellt, gegengeprüft und für den Versand bereitgestellt.
  • Packmittel nach Gewicht und Empfindlichkeit ausgewählt und das Packstück gekennzeichnet.
  • Ladung nach Lastverteilung gesichert, Zurrgurte und Antirutschmatten eingesetzt.
  • Bestandsdifferenz von neun Stück aufgenommen, nachgezählt und die Korrektur im System belegt.

Beispiel-Wochenberichte Fachlagerist/in

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 8 – 1. Ausbildungsjahr

Wareneingang und Einlagerung
  • Montag: Zwei Lkw entladen, 46 Paletten gegen den Lieferschein geprüft und eine Fehlmenge aufgenommen.
  • Dienstag: Güter nach Güterarten eingelagert und die Lagerplätze mit dem Handscanner gebucht.
  • Mittwoch: Funktionskontrolle am Elektrohubwagen durchgeführt, Bremse und Hupe geprüft und die Prüfung abgezeichnet.
  • Donnerstag: Beschädigte Umverpackung dokumentiert, Inhalt geprüft und die Ware für die Klärung gesperrt.
  • Freitag: Verpackungsabfall nach Fraktionen getrennt und die Entsorgungswege des Betriebs erklärt bekommen.

Berufsschule: Aufbau des Lagerbetriebs, Güterarten und Lagerordnung, Vorschriften zum Arbeitsschutz.

Woche 26 – 1. Ausbildungsjahr

Zwischenprüfung und Lagerpflege
  • Montag: Zwischenprüfung vorbereitet: Ablauf einer Lieferungskontrolle und die Schritte beim Einlagern nach Güterarten wiederholt.
  • Dienstag: Zwischenprüfung abgelegt – Arbeitsaufgabe Entladen und Kontrollieren einer Lieferung in 90 Minuten.
  • Mittwoch: Lagerplätze im Bereich Kleinteile neu beschriftet und die Änderungen im System nachgezogen.
  • Donnerstag: Umlagerung von 14 Paletten aus dem Blocklager ins Regallager durchgeführt und gebucht.
  • Freitag: Sichtkontrolle der Regalanlage begleitet und zwei verbogene Streben zur Meldung aufgenommen.

Berufsschule: Lagerkennzeichnung und Lagerordnung, Umgang mit dem Lagerverwaltungssystem.

Woche 19 – 2. Ausbildungsjahr

Kommissionierung und Versand
  • Montag: 32 Kommissionieraufträge nach Pickliste zusammengestellt und die Vollständigkeit gegengeprüft.
  • Dienstag: Packmittel für empfindliche Artikel ausgewählt, Packstücke gebildet und gekennzeichnet.
  • Mittwoch: Versandpapiere für zwei Touren erstellt und die Sendungen im System als versandfertig gebucht.
  • Donnerstag: Ladung auf dem Lkw nach Lastverteilung gesichert und die Sicherungsmittel kontrolliert.
  • Freitag: Kommissionierfehler der Woche ausgewertet: drei Verwechslungen bei ähnlichen Artikelnummern, Vorschlag zur Kennzeichnung gemacht.

Berufsschule: Kommissionierverfahren, Packmittel und Ladungssicherung, Versandpapiere.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Fachlagerist/in

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Fachlageristinnen und Fachlageristen besonders oft auf.

„Ware eingelagert“ für fünf Tage

In zwei Jahren wird daraus ein Heft ohne Inhalt. Nenne Menge, Güterart, Arbeitsmittel und was du geprüft hast. Genau diese Angaben verlangt die praktische Prüfung: Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel festlegen, Ergebnis kontrollieren.

Nur Wareneingang, nie Versand

Die praktische Prüfung zieht ihre zwei Aufgaben aus drei Gebieten: Annahme und Lagerung mit Güterkontrolle, Erfassen von Güterbewegungen und Kommissionierung und Versand. Wer eines davon nie dokumentiert hat, geht mit einer Lücke in die Prüfung – und der Betrieb sieht es am Heft.

Die Zwischenprüfung unterschätzt

Sie zählt nicht in die Note, aber die Teilnahme ist Zulassungsvoraussetzung. Sie liegt am Ende des ersten Ausbildungsjahres und prüft praktisch: Lieferung entladen und kontrollieren oder Güter nach Güterarten einlagern. Wer sie im Heft vorbereitet hat, geht ohne Überraschung hinein.

Arbeitsschutz nur als Floskel

„Auf Sicherheit geachtet“ ist kein Eintrag. Schreib die konkrete Maßnahme: Sichtprüfung am Flurförderzeug, Tragfähigkeit geprüft, Sicherheitsschuhe und Warnweste, Gassen freigehalten. Sicherheit und Gesundheitsschutz sind über die gesamte Ausbildungszeit zu vermitteln und gehören darum in jede Woche, in der sie eine Rolle spielten.

Fortsetzung zur Fachkraft nicht mitgedacht

Wer nach den zwei Jahren ins dritte Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik geht, braucht ein Heft, das durchläuft. Ob dabei eine Zwischenprüfung des aufbauenden Berufs noch abzulegen ist, regelt die Verordnung von 2004 nicht – das klärt deine zuständige Stelle. Frag dort nach, bevor du planst.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG ist zur Abschlussprüfung außerdem nur zuzulassen, wer ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise über den Ausbildenden vorgelegt hat. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng die Industrie- und Handelskammer, in einem Handwerksbetrieb die Handwerkskammer prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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Deine Ausbildung dauert keinen Monat, sondern drei Jahre. Und so lange brauchst du das Berichtsheft auch. Dieselbe Zeit, drei Wege:

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